Pflege - Garten-Reitgras (Calamagrostis x acutiflora): Praktische Anleitung
Entdecken Sie, wie Sie Ihr Schilf-Reitgras (Calamagrostis x acutiflora) pflegen, mit den Expertentipps von La Green Touch 🌿. Folgen Sie dieser vollständigen Anleitung, um Ihrer Pflanze ein ideales Umfeld im Garten oder im Topf auf der Terrasse zu bieten, angepasst an das gemäßigte französische Klima (ozeanisch, kontinental und mediterran).
Pflege des Schilf-Reitgrases (Calamagrostis x acutiflora)
Das Schilf-Reitgras, oft unter dem Namen Calamagrostis verkauft (und sehr bekannt durch die Sorte Calamagrostis ‘Karl Foerster’), ist ein hybrides Ziergras, das für seinen natürlich aufrechten, grafischen und dauerhaften Wuchs geschätzt wird. Es bildet einen dichten, regelmäßigen Horst, der Beete über viele Jahre strukturiert, ohne viel Pflegeaufwand zu erfordern. Seine luftigen Ähren bringen Bewegung und einen eleganten „Wiesen“-Effekt in den Garten oder in große Kübel. Es wird sowohl in Gärten im Südwesten Frankreichs als auch in modernen Kompositionen in der Île-de-France häufig verwendet und bleibt in gemäßigtem Klima zuverlässig, mit einem schönen Stand zu allen Jahreszeiten.
| Eigenschaften | |
|---|---|
| Wissenschaftlicher Name | Calamagrostis x acutiflora |
| Botanische Familie | Poaceae |
| Geografische Herkunft | Gartenhybride (eurasiatische Eltern), in Europa weit verbreitet |
| Standort | Volle Sonne bis heller Halbschatten |
| Winterhärtezone USDA · Mindesttemperatur | USDA 4/5 bis 9a je nach Sorte · bis ca. –25 °C (Pflanze); Vorsicht im Topf ab –8/–10 °C |
| Bewässerung | Mäßig im 1. Jahr, danach eher sparsam (außer bei Hitzewelle und im Topf) |
| Boden | Normal bis reichhaltig, frisch, aber durchlässig; toleriert Lehm, wenn nicht staunass |
| Wuchshöhe im ausgewachsenen Zustand | 90–150 cm (bis zu 180 cm in Blüte je nach Sorte und Boden) |
| Blütezeit | Juni bis September (dekorative Ähren oft bis in den Winter) |
| Schwierigkeitsgrad | Einfach |
| Toxizität | Nicht giftig 🐾 |
| Andere Namen | Calamagrostis, Schilf-Reitgras, Sandrohr (volkstümlich), Calamagrostis ‘Karl Foerster’ (häufige Sorte) |
Standort und Lage ☀️
Stellen Sie Ihr Schilf-Reitgras in die volle Sonne (idealerweise 6–8 Stunden pro Tag), um gerade Stängel und eine dichte Blüte zu erzielen. Ein heller Halbschatten (4–6 Stunden) ist ebenfalls geeignet, besonders wenn Ihre Sommer heiß sind oder der Boden schnell austrocknet. Hinsichtlich der Ausrichtung fördert eine südliche oder westliche Exposition die Blüte; im Osten profitiert die Pflanze von der Morgensonne und vermeidet gleichzeitig Hitzestress.
Lassen Sie 50–70 cm Abstand zwischen dem Horst und einer Mauer/Zaun für eine gute Luftzirkulation und schnelles Trocknen nach Regen. Es ist sehr nützlich in windigen Gärten und sogar an der Küste, da es gut standhält, vorausgesetzt, staunasse Böden werden vermieden.
Regionale Varianten: Im Mittelmeerraum (Montpellier, Nizza) bevorzugen Sie einen Halbschatten am Nachmittag und eine dickere Mulchschicht; im Atlantik/Norden (Nantes, Lille) ist die volle Sonne in der Regel perfekt, auch bei Wind.
Anzeichen von Lichtmangel: umfallende Stängel, spärliche Blüte, weicheres und dunkelgrüneres Laub.
Anzeichen von zu viel Sonne: braune Spitzen bei Hitzewellen, sehr schnell austrocknender Boden, verlangsamtes Wachstum im Sommer auf magerem, ungemulchtem Boden.
Blüte und Vegetationszyklus 🌸
Die Blüte erstreckt sich meist von Juni bis September, wobei die Ähren zuerst hellgrün und dann strohblond werden. Die Blütenbildung wird durch Sonneneinstrahlung und einen guten Austrieb im Frühjahr gefördert; moderate Wärme und ein gleichbleibend frischer Boden (nicht übermäßig nass) verlängern den dekorativen Effekt. Um eine saubere Silhouette zu erhalten, entfernen Sie einfach beschädigte Stängel während der Saison; die trockenen Ähren werden im Herbst/Winter meist für den grafischen Reiz belassen. Die Pflanze ist je nach Winter laubabwerfend bis halbimmergrün: In Frankreich vergilbt das Laub oft im Spätherbst, bleibt aber bis zum Rückschnitt im Spätwinter dekorativ.
Bewässerung 💧
Passen Sie die Bewässerung an die lokalen Niederschläge, die Bodenbeschaffenheit und das Alter der Pflanze an. Einmal gut etabliert (nach 1–2 Saisons), ist das Schilf-Reitgras (Calamagrostis x acutiflora) in der Regel wenig wasserbedürftig. Bevorzugen Sie eine tiefe und seltene Bewässerung, um eine tiefere Wurzelbildung zu fördern.
| Jahreszeit | Häufigkeit | Richtvolumen |
|---|---|---|
| 🌱 Frühling | 1 Mal/7–10 Tage im 1. Jahr bei Regenmangel; danach nur, wenn der Boden austrocknet | 5–8 L im Beet; 2–4 L im Topf |
| ☀️ Sommer | 1 Mal/7–10 Tage (durchlässiger Boden); im Topf 2–3 Mal/Woche; wenn <10 mm/Woche in mediterranen Gebieten: 2 Bewässerungen/Woche im Beet | 8–12 L im Beet; 3–6 L im Topf (je nach Topfgröße) |
| 🍂 Herbst | 1 Mal/10–15 Tage bei Trockenheit; aufhören, wenn das Wachstum deutlich langsamer wird (Ruhephase) | 4–7 L (–30 bis –50 % ggü. Sommer) |
| ❄️ Winter | Unnötig im Beet, wenn Regen >10 mm/Woche; im Topf: 1 Mal alle 3–4 Wochen, wenn das Substrat fast trocken ist | Sehr leicht; niemals bei Frost |
Anzeichen von Durst: welkes oder eingerolltes Laub am Tagesende, Boden 5–10 cm tief ausgetrocknet, gelb werdende Blätter an den unteren Stielen.
Übermäßige Bewässerung: allgemeine Vergilbung, Fäulnis am Wurzelhals, Pilze an der Oberfläche; Drainage verbessern oder Pflanze umsetzen.
Tipp: Eine organische Mulchschicht (5–8 cm Holzhackschnitzel oder Rindenmulch) am Fuß der Pflanze hält die Feuchtigkeit und reduziert die Sommerbewässerung um 30 bis 50 %.
Boden, Drainage und Verträglichkeit 🌱
Calamagrostis x acutiflora ist tolerant: Es bevorzugt einen frischen, fruchtbaren und gut durchlässigen Boden, passt sich aber auch an gewöhnliche Böden an. Eine lehmig-sandige oder lehmig-tonige Textur funktioniert gut, mit einem leicht sauren bis neutralen pH-Wert (verträgt Kalk, wenn die Drainage stimmt). Vermeiden Sie unbedingt staunasse Böden (stehendes Wasser im Winter), die Wurzelfäule fördern.
Bei der Pflanzung mischen Sie die ausgehobene Erde mit 20–30 % reifem Kompost. Ist Ihr Boden schwer: fügen Sie 10–20 % groben Sand oder Bims hinzu. Pflanzen Sie auf gleicher Höhe wie der Wurzelballen, ohne den Wurzelhals zu bedecken. Hinsichtlich des Abstands planen Sie 60–80 cm zwischen zwei Exemplaren (bis zu 1 m für den Effekt großer Gräser).
Erfolgreiche Kombinationen: vollsonnige Stauden (Sonnenhut, Salbei, Schafgarbe), Frühlingszwiebeln oder genügsame Bodendecker (Storchschnabel, Thymian), um die Verdunstung zu begrenzen. Vermeiden Sie es, sie neben sehr wasserbedürftige Pflanzen zu stellen, wenn Ihr Boden im Sommer trocken ist.
Im Topf ist dies durchaus möglich: Wählen Sie einen Behälter von mindestens 35–45 cm Durchmesser (ideal 40–60 L) mit Drainagelöchern und ein luftiges Substrat. Ein großer Kübel verbessert die Trockenheits- und Frostbeständigkeit.
Pflanzung 🪴
In Frankreich ist die Herbstpflanzung (September bis November) ideal: Der noch warme Boden fördert die Wurzelbildung vor dem nächsten Sommer, besonders in atlantischem und kontinentalem Klima. Die Frühjahrspflanzung (März bis Mai) funktioniert auch, besonders in kalten Regionen oder wenn Ihre Winter sehr feucht sind. Im mediterranen Klima sollten Sie vorrangig den Herbst wählen, um die anfängliche Bewässerung zu reduzieren; im Bergland warten Sie das Ende der Fröste und einen abgetrockneten Boden ab.
- Arbeiten Sie auf nicht durchnässtem und unkrautfreiem Boden, mit einer 30–40 cm tief gelockerten Fläche.
- Fügen Sie Kompost hinzu und bei Bedarf ein Drainagematerial (Bims/Sand).
- Nach dem Pflanzen reichlich gießen und sofort mulchen.
Die Schritte der Pflanzung 🪴
- Wählen Sie den richtigen Zeitpunkt: Bevorzugen Sie den Herbst (Sept.–Nov.) für Sträucher und winterharte Stauden, oder den Frühling (März–Mai) nach den letzten Frösten für halbstichfeste Arten. Im Mittelmeerraum ist die Herbstpflanzung fast immer vorzuziehen.
- Heben Sie ein Pflanzloch aus, das doppelt so breit und 1,5-mal so tief wie der Wurzelballen ist.
- Verbessern Sie den Boden mit 1/3 reifem Kompost und bei Bedarf grobem Sand für die Drainage.
- Befeuchten Sie den Wurzelballen, falls er trocken ist, bevor Sie ihn einsetzen.
- Setzen Sie die Pflanze so ein, dass der Wurzelhals auf Bodenniveau ist.
- Drücken Sie die Erde leicht an, formen Sie einen Gießrand und gießen Sie reichlich (5–10 L je nach Größe).
- Mulchen Sie sofort mit einer 5–8 cm dicken Schicht, wobei direkter Kontakt zum Stiel vermieden werden sollte.
Vermehrung 🌿
Die zuverlässigste Methode zur Vermehrung von Schilf-Reitgras ist die Teilung des Horstes: Sie bewahrt die Eigenschaften der Sorte (insbesondere ‘Karl Foerster’) und bietet eine ausgezeichnete Erfolgsquote. Führen Sie dies im März–April (ideal in kontinentalem Klima) oder im September (sehr gut im Atlantikklima) durch. Im Mittelmeerraum ist die Teilung im frühen Herbst oft bequemer als im bereits trockenen Frühling.
Die Schritte der Vermehrung 🌿
- Wählen Sie einen gesunden Horst, der 3 Jahre oder älter ist, kräftig und gut verwurzelt.
- Gießen Sie am Vortag, wenn der Boden trocken ist, um das Ausgraben zu erleichtern.
- Graben Sie den Wurzelballen mit einem Spaten aus, wobei Sie so viele Wurzeln wie möglich erhalten.
- Teilen Sie den Horst mit einem sauberen Werkzeug (Spaten, gezacktes Messer) in 2 bis 4 Teilstücke, die jeweils Wurzeln und mehrere Knospen tragen.
- Pflanzen Sie die Teilstücke sofort auf gleicher Höhe wie den Wurzelhals ein, gießen Sie (5–8 L) und mulchen Sie.
- Überwachen Sie die Feuchtigkeit in den ersten 3–4 Wochen, besonders im Topf und bei austrocknendem Wind.
Winterhärte und Überwinterung ❄️
Calamagrostis x acutiflora ist ein sehr winterhartes Gras: Je nach Sorte hält es in der Regel von USDA Zone 4/5 bis 9a, mit einer Toleranz von etwa –20 bis –25 °C im Freiland, wenn der Boden gut drainiert ist. Im Winter wird das Laub oft beige und trocken: Lassen Sie es an Ort und Stelle, es schützt das Herz der Pflanze und bleibt dekorativ, schneiden Sie es dann im Spätwinter zurück.
Im Atlantik/Westen reicht eine leichte Mulchschicht (mäßiger Frost); ein P17 Vlies ist nur bei außergewöhnlichen Kälteeinbrüchen sinnvoll. Im kontinentalen/Nordosten setzen Sie auf 8–12 cm Mulch + P30 Vlies bei längerem Frost. Im Mittelmeerraum ist Schutz selten nötig, aber achten Sie auf Austrocknung durch Mistral. Im Bergland schützen Sie systematisch und vermeiden frostgefährdete Senken.
Im Topf frieren die Wurzeln schneller: Ab angekündigten –8 bis –10 °C isolieren Sie den Kübel (Vlies, Karton, Unterlagen) und stellen ihn idealerweise an eine Mauer oder bringen ihn in einen frostfreien Unterstand (heller Garage, unbeheizter Wintergarten).
Schnitt und saisonale Pflege ✂️
Der Rückschnitt ist einfach und entscheidend für einen eleganten Horst. In Frankreich wird Calamagrostis im Spätwinter (Februar–März), kurz vor dem Neuaustrieb, zurückgeschnitten: Schneiden Sie das trockene Laub auf 10–15 cm über dem Boden zurück und entfernen Sie abgestorbene Teile aus dem Horst. Vermeiden Sie einen zu frühen Schnitt im Herbst: Die trockenen Stängel schützen die Pflanze und strukturieren den Garten.
Bei jungen Pflanzen besteht ein „Formschnitt“ hauptsächlich aus dem Reinigen: Entfernen Sie gebrochene Halme und lichten Sie leicht aus, wenn der Horst sehr dicht ist. Alle 3 bis 5 Jahre dient eine Teilung der Verjüngung (verbesserte Wuchskraft und Blüte). Das Deadheading (Entfernen verblühter Ähren) ist nicht unbedingt notwendig: Man belässt sie meist wegen des dekorativen Effekts, es sei denn, man wünscht ein sehr sauberes Erscheinungsbild in modernen Beeten.
Hinsichtlich der Nährstoffversorgung ist dieses Gras im Freiland genügsam: Eine Gabe Kompost im Frühjahr reicht aus. Im Kübel oder auf sehr magerem Boden können Sie im März einen organischen Dünger hinzufügen, dann alle 4–6 Wochen von März bis September einen auf 1/4–1/2 verdünnten Flüssigdünger. Klimatische Varianten: Im Mittelmeerraum leicht düngen und mulchen (sonst weicher Wuchs + Durst); im Kontinentalklima warten Sie mit dem Rückschnitt bis nach den starken Frösten.
Biodiversität und Kombinationen 🐝
Reitgräser tragen zum lebendigen Garten bei: Sie bieten zahlreichen Insekten Unterschlupf und Mikrohabitate, und ihre Halme/Blütenstiele können als Winterquartier dienen. Die Blütenstände sind hauptsächlich anemophil (Windbestäubung), aber der Horst fördert die kleine Fauna (Nützlinge, Spinnen, Marienkäfer). Kombinieren Sie es mit nektarreichen Stauden (Katzenminze, Salbei, Oregano) und Bodendeckern, die die Bewässerung reduzieren. Dieses Gras ist im Garten im Allgemeinen nicht invasiv (im Gegensatz zu einigen wuchernden Gräsern), aber achten Sie auf Selbstaussaat, wenn Sie die reifen Ähren in sehr offenen Böden belassen.
Häufige Probleme und Lösungen
| Symptom | Wahrscheinliche Ursache | Empfohlene Lösung |
|---|---|---|
| Stängel kippen um | Lichtmangel, zu stickstoffreicher Boden, zu häufige Bewässerung | Umpflanzen/Auslichten für 6 Stunden Sonne; Stickstoffdünger reduzieren; tiefer, aber seltener gießen |
| Braune Spitzen im Sommer | Trockenstress, heißer Wind, mageres, ungemulchtes Substrat (besonders im Topf) | 5–8 cm mulchen; morgens gießen; Topfvolumen erhöhen; im Mittelmeerraum nachmittags beschatten |
| Allgemeine Vergilbung | Überwässerung, staunasser Boden, unzureichende Drainage | Mit Bims/Sand anreichern; auf kleine Hügel pflanzen; Bewässerung reduzieren; Topflöcher prüfen |
| Auslichtung in der Mitte des Horstes | Natürliches Altern, Wurzelkonkurrenz, mangelnde Teilung | Alle 3–5 Jahre teilen; periphere Teilstücke neu pflanzen; im Frühjahr etwas Kompost zugeben |
| Schwaches Wachstum im Frühjahr | Zu später Rückschnitt, Spätfrost, kalter und gesättigter Boden | Rückschnitt Ende Februar–März; bei Spätfrost schützen (Vlies); Drainage verbessern |
| Blätter mit orangefarbenen Pusteln | Rost (stehende Feuchtigkeit, mangelnde Belüftung) | Auslichten, Bewässerung des Laubes vermeiden; befallene Blätter entfernen; bei Bedarf Schwefelbehandlung |
| Blattläuse an jungen Trieben | Zarter Austrieb + milde Witterung, gestörte Biodiversität | Wasserstrahl; Schmierseife; Marienkäfer fördern (nektarreiche Begleitpflanzen) |
📅 Pflegekalender nach Jahreszeit
Tipp von La Green Touch 🌿: Für einen „geraden Horst“-Effekt wie in naturnahen Gärten pflanzen Sie Ihr Reitgras in Gruppen von 3 oder 5, mit regelmäßigem Abstand, und mulchen Sie dann den gesamten Bereich (nicht nur den Fuß). Im Atlantikklima und in der Île-de-France begrenzt diese Strategie Unkräuter und stabilisiert die Feuchtigkeit; im Mittelmeerraum reduziert sie die Sommerbewässerung erheblich. Denken Sie auch daran, die Ähren im Winter zu belassen: Sie fangen das tiefe Licht ein und verleihen dem Garten Relief, wenn alles in Ruhe zu sein scheint.
| 🌸 Frühling | ☀️ Sommer | 🍂 Herbst | ❄️ Winter |
|---|---|---|---|
| Rückschnitt auf 10–15 cm (Feb.–März) Oberflächenkompost oder organischer Dünger (März) Anfangsbewässerung bei neuer Pflanzung |
Tief gießen in Trockenperioden Mulchen/Mulchschicht aufrechterhalten Blattläuse und Trockenstress überwachen |
Pflanzen/Teilen (Sept.) je nach Region Bewässerung schrittweise reduzieren Ähren und Laub für den Winter trocknen lassen |
Topfschutz bei angekündigten –8/–10 °C Mulchen in kalten Zonen (8–12 cm) Kein Gießen bei Frost, Drainage kontrollieren |
Für die tägliche Pflege Ihres Schilf-Reitgrases (Calamagrostis x acutiflora) hat La Green Touch die am besten geeigneten Produkte für Sie ausgewählt: Substrate, Dünger, Werkzeuge und Zubehör, empfohlen von unseren Botanik-Experten 🌿.
FAQ
Wann schneidet man Calamagrostis?
Schneiden Sie im Spätwinter, idealerweise zwischen Februar und März, kurz vor dem Neuaustrieb. Im kontinentalen Klima (Paris, Straßburg) warten Sie das Ende starker Fröste ab, um die Pflanze nicht zu schwächen. Im Atlantikklima (Nantes, Bordeaux) können Sie etwas früher schneiden, wenn das Wetter mild ist. Schneiden Sie das trockene Laub auf 10–15 cm zurück: Dies fördert einen sauberen und gut aufrechten Horst.
Wie pflanzt man Calamagrostis x acutiflora?
Wählen Sie einen sonnigen oder hellen Halbschattenplatz mit gut durchlässigem Boden. Graben Sie ein breites Loch, reichern Sie es mit 1/3 Kompost an und fügen Sie bei schwerem Boden Bims oder groben Sand hinzu. Setzen Sie den Wurzelballen auf Bodenniveau (Wurzelhals nicht bedecken), drücken Sie die Erde an und gießen Sie 5–10 L. Schließen Sie mit einer 5–8 cm Mulchschicht ab, um die Feuchtigkeit zu stabilisieren.
Welchen Boden braucht Calamagrostis acutiflora?
Ein frischer, aber gut durchlässiger Boden, von lehmiger bis lehmig-toniger Textur, ist ideal. Die Pflanze verträgt einen gewissen Tonanteil, wenn das Wasser im Winter nicht stagniert. Ein leicht saurer bis neutraler pH-Wert ist optimal, aber Calamagrostis akzeptiert auch leicht kalkhaltige Böden. Der Schlüssel, besonders im ozeanischen Klima, ist die Vermeidung von staunassen Bereichen: Die Drainage schützt den Wurzelhals.
Wie bewässert man Calamagrostis?
Bewässern Sie hauptsächlich im 1. Jahr: Eine tiefe Bewässerung alle 7–10 Tage bei trockenem Wetter fördert die Wurzelbildung. Einmal etabliert, ist Calamagrostis im Freiland eher genügsam, außer bei Hitzewellen. Im Topf ist die Bewässerung häufiger: oft 2–3 Mal pro Woche im Sommer. Im Mittelmeerraum, wenn der Regen unter 10 mm/Woche liegt, planen Sie 2 wöchentliche Bewässerungen auch im Freiland ein.
Calamagrostis ‘Karl Foerster’ im Topf: Ist das möglich?
Ja, vorausgesetzt, Sie verwenden einen ausreichend großen (mindestens 35–45 cm Durchmesser, idealerweise 40–60 L) und sehr gut drainierenden Topf. Das Substrat muss im Sommer frisch bleiben, ohne durchnässt zu sein: Gießen Sie, wenn die oberen 3–5 cm trocken sind. Im Winter verstärkt der Topf den Frost: Isolieren Sie den Behälter und schützen Sie ihn ab angekündigten –8/–10 °C. Eine sonnige Exposition und eine Oberflächenmulchung tragen wesentlich zum Erfolg auf der Terrasse bei.
Wann teilt man die Horste von Calamagrostis x acutiflora?
Teilen Sie alle 3 bis 5 Jahre, um den Horst zu verjüngen und eine üppige Blüte zu erhalten. Die beste Zeit ist März–April (vor dem starken Wachstum) oder September (Boden noch warm, schneller Neuaustrieb). Im Atlantikklima ist September oft ideal; im kontinentalen Klima reduziert der frühe Frühling das Risiko von winterlicher Fäulnis an frisch geteilten Pflanzen. Schnell wieder einpflanzen und die ersten Wochen regelmäßig gießen.
Ist Calamagrostis x acutiflora winterhart?
Ja, es ist eines der zuverlässigsten Ziergräser: Die Pflanze verträgt im gut drainierten Freiland üblicherweise –20 °C (oder sogar weniger je nach Sorte), entsprechend den USDA-Zonen 4/5 bis 9a. In Frankreich ist das Risiko eher übermäßiges Wasser im Winter als Kälte. Im Topf sinkt die Winterhärte: Schützen Sie die Wurzeln und vermeiden Sie das Gießen bei kaltem Wetter. Im Bergland wird ein systematischer Schutz empfohlen.
Welche Krankheiten bekommen Calamagrostis?
Calamagrostis sind im Allgemeinen robust. Die häufigsten Probleme sind Rost (orangefarbene Pusteln) in feuchter, schlecht belüfteter Umgebung und seltener Wurzelfäule in staunassen Böden. Beugen Sie durch eine gute Sonneneinstrahlung, ausreichende Abstände und gut durchlässigen Boden vor. Bei Rostbefall entfernen Sie die befallenen Blätter und verbessern die Belüftung; eine Schwefelbehandlung kann helfen, wenn der Befall anhält.
Empfehlungen für Experten 🌿
Empfohlene Lichtstärke (Lux / PPFD): 20.000–60.000 Lux; Ziel 400–900 µmol/m²/s bei voller Sonne (verträgt weniger im hellen Halbschatten).
Optimaler Boden-pH-Wert: 6,0–7,2 (Toleranz ca. 5,5–7,8 bei korrekter Drainage).
EC-Nährlösung (erdlose Kultur / Topf): 1,0–1,6 mS/cm in der Wachstumsphase (niedriger im heißen Sommer, um Salzstress zu begrenzen).
Empfohlenes NPK-Verhältnis: Ausgewogen mit K-Dominanz für den Stand (z. B. 8-6-10 oder 10-5-15); zu stickstoffreiche Gaben vermeiden.
Professionelles Substrat (Kübelkultur): 50–60 % Profi-Erde, 20–30 % Pflanzenkompost, 10–20 % Bims/Perlit + Drainageschicht am Boden.
Relative Luftfeuchtigkeit: 45–75 %; feucht-staunasse Situationen vermeiden (Rostgefahr).
Minimale Überlebenstemperatur: ca. –25 °C im gut drainierten Freiland (USDA Zone 4/5); im Topf Schutz ab –8/–10 °C.
Häufigkeit der Teilung / Erneuerung: Teilung alle 3–5 Jahre (oder bei zentraler Auslichtung), um Wuchskraft und Vertikalität zu erhalten.
Empfohlener Düngertyp: Langsam freisetzender organischer Dünger im Frühjahr; im Topf flüssiger Ergänzungsdünger, verdünnt (1/4–1/2), alle 4–6 Wochen von März bis September.
Vorbeugende Behandlung: Schachtelhalm-Sud im Frühjahr (stärkt Gewebe); Schmierseife gegen Blattläuse; Schwefel als sanftes Präventivmittel bei wiederkehrendem Rost; Bordeaux-Brühe sparsam und nur bei Begründung (Kupfer).
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