Pflege – Japanisches Blutgras (Imperata cylindrica): Eine praktische Anleitung
Erfahren Sie, wie Sie Ihr Japanisches Blutgras (Imperata cylindrica) mit den Expertentipps von La Green Touch 🌿 pflegen. Folgen Sie dieser vollständigen Anleitung, um Ihrer Pflanze ein ideales Umfeld im Garten oder im Topf auf der Terrasse zu bieten, angepasst an das gemäßigte französische Klima (ozeanisch, kontinental und mediterran).
Pflege des Japanischen Blutgrases (Imperata cylindrica)
Das Japanische Blutgras, oft unter dem Kultivarnamen Imperata cylindrica 'Red Baron' (oder „Japanese Blood Grass“) verkauft, ist ein horstbildendes, aufrecht wachsendes und grafisches Staudengras. Seine grünen Blätter färben sich von der Saisonmitte bis zum Herbst allmählich karminrot, was es zu einer ausgezeichneten Akzentpflanze für Beetränder, moderne Beete oder Kübel macht. Langlebig, wenn der Boden gut durchlässig bleibt, breitet es sich langsam durch kurze Rhizome aus (weniger wuchernd als die Wildart). Es ist in Gärten im Südwesten und in der Pariser Region sehr beliebt und bringt Farbe ohne großen Pflegeaufwand.
| Eigenschaften | |
|---|---|
| Wissenschaftlicher Name | Imperata cylindrica (oft 'Red Baron') |
| Botanische Familie | Poaceae (Süßgräser) |
| Geographische Herkunft | Asien (Zierform einer in warmen Gebieten weit verbreiteten Art) |
| Standort | Volle Sonne bis heller Halbschatten |
| Winterhärtezone USDA · minimale Temperatur | USDA 6b–9a · ca. –18 °C (gut durchlässiger Boden); Schäden möglich ab –12/–15 °C in feuchtem Boden |
| Bewässerung | Mäßig im 1. Jahr, danach eher sparsam (im Topf regelmäßiger) |
| Boden | Leicht, humos, frisch, aber gut durchlässig; pH-Wert neutral bis leicht sauer |
| Wuchshöhe im Alter | 30 bis 60 cm (bis zu 70 cm unter sehr günstigen Bedingungen) |
| Blütezeit | Selten in Kultur: Spätsommer bis Herbst (Aug.–Okt.), unscheinbare Blütenstände |
| Schwierigkeitsgrad | Einfach |
| Toxizität | Nicht giftig 🐾 |
| Andere Namen | Imperata 'Red Baron', Japanese Blood Grass, Blutgras |
Standort und Platzierung ☀️
Für eine schöne rote Färbung pflanzen Sie die Imperata cylindrica an einen hellen Standort: Ziel sind mindestens 5–6 Stunden Sonne pro Tag (idealerweise 6–8 Stunden). Eine Ausrichtung nach Süden, Südwesten oder Westen ist perfekt; im Osten ist auch die Morgenbeleuchtung geeignet, besonders wenn die Sommer sehr heiß sind. Im Topf stellen Sie den Kübel 30–60 cm von einer Wand entfernt auf, um ständigen Schatten zu vermeiden und eine Überhitzung des Substrats im Hochsommer zu begrenzen.
Im atlantischen Klima (Nantes, Bordeaux) oder im Norden wird volle Sonne im Allgemeinen gut vertragen und verstärkt die rote Farbe. In der mediterranen Zone (Montpellier, Nizza) bevorzugen Sie einen Halbschatten am Nachmittag, wenn die Pflanzung neu ist oder der Boden schnell austrocknet. In der kontinentalen Zone (Paris, Straßburg) achten Sie bei kalten Winden oder Hitzewellen auf Austrocknung; im Gebirge wählen Sie einen geschützten und gut durchlässigen Standort.
Anzeichen für Lichtmangel: hauptsächlich grünes Laub, wenig ausgeprägte rote Farbe, längere und weichere Blätter, der Horst öffnet sich.
Anzeichen für zu viel Sonne: hellbraune verbrannte Spitzen, gekräuselte Blätter bei starker Hitze, Substrat trocknet im Topf in weniger als 24–48 Stunden aus.
Blüte und Vegetationszyklus 🌸
Die Blüte des Japanischen Blutgrases ist im Garten unregelmäßig und bei 'Red Baron' oft selten. Wenn sie auftritt, findet sie meist zwischen August und Oktober statt, in Form von unauffälligen Rispen. Die Wärme des Spätsommers und ein sehr heller Standort fördern die Entwicklung der Ähren. Um einen ordentlichen Horst zu erhalten, können Sie verblühte Blütenstände entfernen, dies ist jedoch nicht unbedingt erforderlich. Das Laub ist das Hauptmerkmal: Es ist je nach Winter laubabwerfend bis halbimmergrün; in Frankreich vergilbt der Horst im Winter oft und treibt dann im Frühjahr wieder aus.
Bewässerung 💧
Passen Sie die Bewässerung an den lokalen Niederschlag, die Bodenart und das Alter der Pflanze an. Nach der Etablierung (nach 1–2 Saisons) ist Japanisches Blutgras (Imperata cylindrica) im Allgemeinen anspruchslos in Bezug auf Wasser. Bevorzugen Sie eine tiefe und seltene Bewässerung, um die tiefe Wurzelbildung zu fördern.
| Jahreszeit | Häufigkeit | Richtvolumen |
|---|---|---|
| 🌱 Frühling | 1 Bewässerung alle 7–10 Tage, wenn kein Regen (im Topf eher 1/5–7 Tage) | 3–6 L/Pflanze (Freiland) oder 1,5–3 L im Topf je nach Durchmesser |
| ☀️ Sommer | 1 Bewässerung/Woche im Freiland; im Topf 2 Mal/Woche. Mittelmeerzone bei Regen <10 mm/Woche: 2 Bewässerungen/Woche im Freiland im 1. Jahr | 5–10 L/Pflanze (Freiland) oder 2–4 L im Topf |
| 🍂 Herbst | Alle 10–15 Tage bei trockenem Wetter; Stopp, wenn der Horst vergilbt und das Wachstum aufhört | 3–6 L/Pflanze (–30 bis –50 % ggü. Sommer) |
| ❄️ Winter | Im Freiland unnötig bei Regen >10 mm/Woche; im Topf 1 Mal alle 3–5 Wochen, wenn das Substrat vollständig trocken ist | Minimal; niemals bei Frost |
Anzeichen von Durst: welkes oder eingerolltes Laub am späten Nachmittag, Boden 5–10 cm tief ausgetrocknet, gelbliche Blätter an unteren Stielen.
Übermäßige Bewässerung: allgemeine Vergilbung, Stammfäule, Pilze an der Oberfläche; Drainage verbessern oder die Pflanze umsetzen.
Tipp: Legen Sie eine organische Mulchschicht (5–8 cm Holzhackschnitzel oder Rinde) um die Basis, um die Feuchtigkeit zu bewahren und die sommerlichen Bewässerungen um 30 bis 50 % zu reduzieren.
Boden, Drainage und Verträglichkeit 🌱
Die Imperata cylindrica bevorzugt einen leichten, humosen Boden, der frisch bleibt, aber niemals staunass ist. Eine lehmig-sandige Gartenerde ist ideal; in schwerem Lehm leidet die Pflanze vor allem im Winter. Ziel ist ein pH-Wert von 6,0 bis 7,0; sie toleriert etwas Kalk, aber die Färbung ist in neutralem bis leicht saurem Boden oft schöner.
Bei der Pflanzung mischen Sie 20–30 % reifen Kompost unter die ausgehobene Erde und fügen bei Bedarf groben Sand, Bimsstein oder Kies hinzu, um die Drainage zu sichern. Pflanzen Sie in der gleichen Tiefe wie im Topf, mit dem Wurzelhals auf Bodenniveau. Halten Sie einen Abstand von 35 bis 45 cm zwischen den Horsten, um genügend Volumen und Luftzirkulation zu ermöglichen.
Erfolgreiche Kombinationen: anspruchslose Stauden (Gaura, Salbei, Schafgarbe), Bodendecker (Thymian, Storchschnabel) und ergänzende Gräser (Stipa, Lampenputzergras) für ein natürliches Beet. Vermeiden Sie Pflanzen, die ständig einen sehr feuchten Boden benötigen. Im Kübel wählen Sie einen Behälter mit mindestens 25–30 cm Durchmesser (ideal 30–40 cm) und einem Drainageloch, um Austrocknung und Frost zu begrenzen.
Pflanzung 🪴
In Frankreich pflanzt man das Japanische Blutgras vorzugsweise im Herbst (September bis November): Der noch warme Boden fördert die Wurzelbildung und den Austrieb im Frühjahr. Im kontinentalen Klima oder in den Bergen ist eine Pflanzung von März bis Mai (nach den starken Frösten) oft sicherer. Im Mittelmeergebiet ist der Herbst fast immer vorzuziehen, um sommerlichen Wasserstress während der Etablierung zu vermeiden.
- Bereiten Sie einen lockeren Boden auf 25–30 cm Tiefe vor und entfernen Sie größere Steine.
- Verbessern Sie die Erde bei Bedarf mit Kompost + Drainage (Bimsstein/Sand).
- Nach der Pflanzung reichlich gießen und 4–6 Wochen lang feucht halten.
Die Schritte der Pflanzung 🪴
- Wählen Sie die richtige Jahreszeit: Bevorzugen Sie den Herbst (Sept.–Nov.) für Sträucher und winterharte Stauden, oder den Frühling (März–Mai) nach den letzten Frösten für halbwinterharte Arten. Im Mittelmeerraum ist die Herbstpflanzung fast immer vorzuziehen.
- Bereiten Sie ein Loch vor, das 2 Mal breiter und 1,5 Mal tiefer ist als der Wurzelballen.
- Verbessern Sie den Boden mit 1/3 reifem Kompost und, falls nötig, grobem Sand für die Drainage.
- Befeuchten Sie den Wurzelballen, wenn er trocken ist, bevor Sie ihn einsetzen.
- Pflanzen Sie so, dass der Wurzelhals auf Bodenniveau liegt.
- Drücken Sie leicht an, bilden Sie eine Gießmulde und gießen Sie reichlich (5–10 L je nach Größe).
- Sofort 5–8 cm hoch mulchen, dabei direkten Kontakt mit dem Stiel vermeiden.
Vermehrung 🌿
Die zuverlässigste Methode zur Vermehrung von Imperata cylindrica (und zur Erhaltung der Eigenschaften von 'Red Baron') ist die Teilung des Horstes. Dies geschieht im Frühjahr (März–April), wenn das Wachstum wieder einsetzt, mit einer hohen Erfolgsquote, wenn jeder Teilstück Wurzeln besitzt. In milden atlantischen Klimazonen ist eine Teilung im Frühherbst noch möglich, aber vermeiden Sie dies in kalten kontinentalen Zonen, wo die Wurzelbildung vor dem Winter zu kurz sein kann.
Die Schritte der Vermehrung 🌿
- Am Vortag gießen, um das Herausziehen zu erleichtern, besonders in leichtem Boden.
- Graben Sie den Horst mit einem Spaten aus, wobei Sie einen großen Wurzelballen erhalten.
- Teilen Sie ihn mit einem sauberen Messer oder dem Spaten in 2 bis 4 Teilstücke: Jedes Teilstück sollte mehrere Knospen und ein gutes Wurzelgeflecht haben.
- Kürzen Sie die Blätter leicht (um etwa 1/3), wenn die Teilung groß ist: Dies begrenzt die Verdunstung.
- Pflanzen Sie sofort in gleicher Tiefe in angereicherten und gut durchlässigen Boden und gießen Sie anschließend (3–5 L pro Teilstück).
- Halten Sie den Boden 3–4 Wochen feucht und mulchen Sie, um die Feuchtigkeit zu stabilisieren.
Winterhärte und Überwinterung ❄️
Das Japanische Blutgras ist im Allgemeinen in den USDA-Zonen 6b bis 9a winterhart: In gut durchlässigem Boden kann ein etablierter Horst etwa –18 °C vertragen. Das eigentliche Risiko in Frankreich besteht jedoch hauptsächlich im Zusammenspiel von Kälte + Feuchtigkeit, was Fäulnis am Wurzelhals und den Rhizomen fördert (Schäden sind manchmal bereits ab –12 bis –15 °C sichtbar, wenn der Boden schwer ist). Im Winter vergilbt und trocknet das Laub: Lassen Sie es als natürlichen Schutz stehen und schneiden Sie es im Frühjahr zurück.
Im Atlantik-/Westen reicht meist eine Mulchschicht von 5–8 cm; ein P17-Vlies ist bei einem Kälteeinbruch nützlich. Im Kontinental-/Nordosten ist eine dickere Mulchschicht (8–12 cm) + P30-Vlies bei längerem Frost zu empfehlen. Im Mittelmeerraum ist Schutz selten nötig, außer in außergewöhnlichen Wintern. Im Gebirge ist systematischer Schutz erforderlich oder die Kultivierung im Topf zur Überwinterung.
Im Topf frieren die Wurzeln schneller: Sobald das Thermometer mehrere Nächte unter –5 °C fällt, stellen Sie den Kübel an eine Wand, isolieren Sie ihn (Vlies + Kartons/Platten) oder bringen Sie ihn in ein helles, frostfreies Quartier (0 bis 8 °C).
Schnitt und saisonale Pflege ✂️
Der Schnitt von Imperata cylindrica ist einfach: Es handelt sich hauptsächlich um einen Reinigungsschnitt. In Frankreich erfolgt er im Spätwinter (Februar–März), vor dem Neuaustrieb: Schneiden Sie den Horst auf 5–10 cm über dem Boden zurück und entfernen Sie trockene Blätter. Im atlantischen Klima können Sie bereits im Februar schneiden; im kontinentalen und bergigen Klima warten Sie bis Ende März nach den starken Frösten. Im Mittelmeerraum ist ein Spätwinterschnitt ideal, um einen schönen Frühlingstrieb zu fördern.
Bei jungen Pflanzen vermeiden Sie wiederholte Schnitte: Bevorzugen Sie eine einfache Reinigung, um die Etablierung nicht zu behindern. Der „Verjüngungsschnitt“ entspricht in der Praxis einer Teilung alle 3–5 Jahre, wenn der Horst in der Mitte kahl wird. Was die Nährstoffversorgung betrifft, so begnügt sich eine Pflanze im Freiland oft mit einer Gabe Kompost im Frühjahr. Im Topf oder auf armen Böden: Geben Sie beim Austrieb (März) einen Granulatdünger, dann alle 4–6 Wochen von März bis September einen verdünnten Flüssigdünger ¼ bis ½ Dosis.
Biodiversität und Kombinationen 🐝
Dieses Gras ist vor allem als Schutz und Strukturgeber in einem Beet interessant: Der Horst bietet Mikro-Refugien für Nützlinge (Marienkäfer, Florfliegen) und trägt zur Vegetationsdecke in naturnahen Gärten bei. Kombinieren Sie es mit bienenfreundlichen Stauden (Salbei, Oregano, Sonnenhut) und Bodendeckern, die die Verdunstung begrenzen. Bezüglich der Invasivität: Die Wildart Imperata cylindrica gilt in bestimmten Regionen der Welt als invasiv, aber der Kultivar 'Red Baron' ist im gemäßigten Klima im Allgemeinen wenig wuchernd; beobachten Sie jedoch die Ausläufer und vermeiden Sie die Ausbreitung in der Nähe empfindlicher Naturräume.
Häufige Probleme und Lösungen
| Symptom | Wahrscheinliche Ursache | Empfohlene Lösung |
|---|---|---|
| Laub bleibt grün, wenig rot | Lichtmangel, Stickstoffüberschuss, Schattenwurf | An einen sonnigeren Standort umpflanzen (5–8 Std./Tag), stickstoffreiche Düngergaben reduzieren, leichten Kompost bevorzugen |
| Braune und trockene Spitzen | Trockenstress, austrocknender Wind, überhitzter Topf | Tiefer gießen, mulchen, Topf in mediterranen Gebieten nachmittags in den Halbschatten stellen, vor Wind schützen |
| Allgemeine Vergilbung | Übermäßige Feuchtigkeit, erstickender Boden, unzureichende Drainage | Boden auflockern (Bimsstein/Sand), Topf erhöhen, Drainageloch überprüfen, seltener gießen |
| Horst fault am Wurzelhals | Feuchter + kalter Winter, Staunässe | Nicht verdichtenden Mulch, verstärkte Drainage, volle Untersetzer vermeiden, bei Bedarf teilen und auf Hügel pflanzen |
| Schwieriger Austrieb im Frühjahr | Starker Frost, beschädigte Rhizome, zu früher Schnitt | Ende der Fröste abwarten vor dem Rückschnitt (kontinental/Gebirge), im Winter mulchen, beim Neuaustrieb leicht feucht halten |
| Fleckige Blätter / stumpfes Aussehen | Starke Staunässe, mangelnde Belüftung, Kalkablagerungen | Pflanzen auseinanderstellen, Blätter reinigen, am Fuß gießen, im Topf möglichst kalkärmeres Wasser verwenden |
Tipp von La Green Touch 🌿: Um die Färbung zu verstärken, ohne zu viel Dünger zu verwenden, setzen Sie auf Licht und Drainage. Ein zu stickstoffreicher Boden führt oft zu viel Grün auf Kosten des Rots. Im Kübel macht eine einfache Kompostauflage im Frühjahr + eine Handvoll Bimsstein an der Oberfläche (gegen Verkrustung) oft den entscheidenden Unterschied.
📅 Pflegekalender nach Jahreszeit
| 🌸 Frühling | ☀️ Sommer | 🍂 Herbst | ❄️ Winter |
|---|---|---|---|
| Auf 5–10 cm zurückschneiden (Spätwinter/Frühfrühling) Kompost- oder Grunddüngung (März) Teilung bei Bedarf (März–April) |
Tiefe Bewässerung in Trockenperioden Mulchen und leichtes Jäten Flüssigdünger im Topf alle 4–6 Wochen |
Ideale Pflanzzeit (Sept.–Nov.) Bewässerung reduzieren, wenn das Wachstum nachlässt Drainage vor dem Winter überprüfen |
Trockenes Laub als Schutz belassen Mulchen (8–12 cm im kontinentalen/bergigen Klima) Töpfe unter –5 °C schützen oder hereinholen |
Für die tägliche Pflege Ihres Japanischen Blutgrases (Imperata cylindrica) hat La Green Touch die passendsten Produkte für Sie ausgewählt: Substrate, Dünger, Werkzeuge und Zubehör, empfohlen von unseren Botanikexperten 🌿.
FAQ
Wann schneidet man eine Imperata cylindrica?
Schneiden Sie hauptsächlich im Spätwinter, zwischen Februar und März, kurz vor dem Neuaustrieb. Im milden Atlantikklima ist Februar geeignet; im kontinentalen Klima (Paris, Straßburg) und in den Bergen warten Sie besser bis Ende März, um die Wurzeln nicht späten Frösten auszusetzen. Schneiden Sie auf 5–10 cm über dem Boden zurück und entfernen Sie abgestorbene Blätter. Vermeiden Sie einen zu tiefen Herbstschnitt: Das trockene Laub schützt den Wurzelhals.
Wie bewässert man Imperata 'Red Baron' im Topf auf der Terrasse?
Im Topf trocknet das Substrat schnell aus: Im Frühjahr rechnen Sie oft mit 1 bis 2 Bewässerungen pro Woche, je nach Exposition. Im Sommer erhöhen Sie auf 2 Bewässerungen pro Woche, oder sogar mehr im Mittelmeerraum bei Temperaturen über 30–35 °C. Gießen Sie, bis das Wasser am Boden abläuft, und leeren Sie dann den Untersetzer. Im Herbst stark reduzieren und im Winter, außer bei Frost, sehr wenig gießen.
Welchen Standort für Japanisches Blutgras: volle Sonne oder Halbschatten?
Volle Sonne ist der Verbündete der Färbung: 6–8 Stunden/Tag ergeben die intensivsten Rottöne. Im atlantischen Klima und im Norden ist volle Sonne in der Regel ideal. Im Mittelmeerraum kann Halbschatten am Nachmittag Verbrennungen und Trockenstress begrenzen, besonders im ersten Jahr. Wenn Ihre Pflanze grün bleibt, ist das oft ein Zeichen für unzureichendes Licht.
Blüht Imperata cylindrica wirklich?
Ja, aber die Blüte ist in Kultur oft selten, besonders beim Kultivar 'Red Baron'. Wenn sie auftritt, dann eher vom Spätsommer bis Herbst (August–Oktober) mit unscheinbaren Ähren. Die Pflanze wird hauptsächlich wegen ihres roten Laubs kultiviert. Um Ihre Chancen zu maximieren, bieten Sie einen hellen Standort und vermeiden Sie Stickstoffüberschuss.
Wie teilt man Imperata 'Red Baron'?
Teilen Sie im Frühjahr (März–April), wenn die Temperaturen steigen und die Vegetation wieder einsetzt. Nehmen Sie den Horst heraus, teilen Sie ihn in mehrere Teilstücke mit Wurzeln und Knospen und pflanzen Sie ihn sofort in der gleichen Tiefe wieder ein. Gießen Sie und halten Sie ihn 3–4 Wochen feucht. In kalten kontinentalen Zonen vermeiden Sie eine späte Teilung im Herbst, die zu wenig Zeit für die Wurzelbildung vor dem Winter lassen würde.
Ist Imperata im Topf invasiv?
Im Topf ist das Ausbreitungsrisiko sehr begrenzt: Der Behälter begrenzt die Rhizome. Im Freiland ist 'Red Baron' im gemäßigten Klima im Allgemeinen wenig wuchernd, kann sich aber langsam ausbreiten, wenn der Boden ihr gefällt. Um eine saubere Beetumrandung zu erhalten, installieren Sie eine leichte Rhizomsperre oder teilen Sie alle 3–5 Jahre. Vermeiden Sie die Pflanzung in der Nähe empfindlicher Naturgebiete, wenn Sie Zweifel an der genauen Sorte haben.
Welche Winterhärte: Verträgt Imperata 'Red Baron' Frost?
Ein gut etablierter Horst verträgt oft –15 °C, sogar –18 °C in gut durchlässigem Boden (USDA 6b). In schwerem und feuchtem Boden leiden die Rhizome hingegen schneller und Fäulnis kann entstehen. Schützen Sie mit einer dicken Mulchschicht im kontinentalen und bergigen Klima und lassen Sie das trockene Laub bis zum Frühjahr stehen. Im Topf planen Sie einen verstärkten Schutz oder holen Sie ihn bei angekündigten –5 °C frostfrei herein.
Empfehlungen für Experten 🌿
Empfohlenes Licht / PPFD: 20 00–60 00 Lux; PPFD ca. 300–800 µmol/m²/s für optimale Färbung (schrittweise Akklimatisierung an volle Sonne).
Optimaler Boden-pH-Wert: 6,0–7,0 (Toleranz bis ca. 7,5 bei ausgezeichneter Drainage).
EC Nährlösung (erdlose Kultur / Topf): 1,0–1,6 mS/cm im Wachstum (reduzieren, wenn Laub zu grün und weich).
Empfohlenes NPK: ausgewogen bis leicht kaliumbetont, Typ 8-6-10 oder 10-10-10 im Frühjahr; K für Standfestigkeit und Färbung bevorzugen.
Professioneller Substrattyp (Kübelkultur): 50 % strukturierende Pflanzerde, 30 % Kokosfaser/gesiebter Kompost, 20 % Bimsstein (3–7 mm) + Drainage am Boden.
Relative Luftfeuchtigkeit: 40–70 %; zu stickige Luft im Kalthaus vermeiden (Risiko von Pilzkrankheiten).
Minimale Überlebenstemperatur: ca. –18 °C (USDA Zone 6b) in durchlässigem Boden; im Topf ab –5 °C sichern.
Häufigkeit der Teilung / Erneuerung: alle 3–5 Jahre, wenn das Herz kahl wird oder der Horst an Vitalität verliert.
Empfohlener Düngertyp: organisch-mineralisch mit langsamer Freisetzung im Frühjahr + flüssige Nachdüngung in geringer Dosis (¼–½) alle 4–6 Wochen im Topf.
Vorbeugende Behandlung: Kulturen-Hygiene bevorzugen (Belüftung, Gießen am Fuß). Bei sehr feuchten Bedingungen: Schachtelhalmtee zur Vorbeugung; Schmierseife nur bei gelegentlichem Blattlausbefall an jungen Trieben.
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